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von Linda Schumacher
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Josef Gilgenreiner und Matthias Gerstner nehmen neue CD auf.

In Kürze erscheint die neue CD des Kontrabassisten Josef Gilgenreiner, die er zusammen mit dem Pianisten Matthias Gerstner aufgenommen hat.
Darauf erklingen die Sonate e-Moll Opus 38 für Violoncello und Klavier von Johannes Brahms (eingerichtet für Kontrabass von Josef Niederhammer), sowie die Sonata für Kontrabass und Klavier von Paul Hindemith.

Dunkler Klang dominiert

Die Sonate op. 38 ist das erste Kammermusikwerk des jungen Johannes Brahms, in dem sein eigenes Instrument, das Klavier, den Dialog mit einem gleichberechtigten Partner – dem Violoncello – führt. Es fällt auf, dass Brahms seiner ersten Cello-Sonate durchgängig einen ungewöhnlich dunklen Klang verleiht, das Instrument hält sich viel in den tiefen Lagen auf und das gesamte Werk ist überhaupt in die Atmosphäre einer eigentümlichen Schwermut gehüllt. Vielleicht wäre Brahms selbst sogar davon angetan, sein Werk heute auch einmal in einer Umsetzung für Klavier und Kontrabass zu hören. Damals lag diese Besetzung jedoch jenseits aller Vorstellung.

Das Stück fordert heraus und begeistert

Josef Gilgenreiner, Kontrabassist

«Celloliteratur auf dem Kontrabass zu spielen, stellt für uns Kontrabassisten immer eine enorme Herausforderung dar», erklärt Josef Gilgenreiner. «Jede Bewegung ist größer als auf dem Cello, was die technische und musikalische Beherrschung unseres Instruments schwieriger macht.» Gerade aber die musikalische Gestaltung herausragender Kompositionen sei für jeden Musiker äusserst bereichernd."
Ihn fasziniert der tief melancholische Charakter der Sonate mit ihren Trauerthemen und der zugleich himmlische Glanz des Schlusses im ersten Satz. Begeistern lässt er sich durch das Tänzerische des Menuetts im zweiten Satz, sowie die dichten Fugenpassagen im letzten Satz.

«Dieses Stück mit den klanglichen Möglichkeiten und Charaktereigenschaften des Kontrabasses zu interpretieren, ist für mich eine besondere Erfüllung.
Es ist mir dabei besonders wichtig, auf dem Bass nicht den Celloklang zu imitieren. Vielmehr ist es mir ein Anliegen, die melancholische Charakteristik des Kontrabassklanges dem Stück zur Verfügung zu stellen. Obwohl mit einer Bearbeitung der Sonate für ein anderes Instrument der Interpret selbst etwas mehr in den Fokus rückt, wünsche ich mir, mit dem Klavier zusammen ein echtes Kammermusikstück zu gestalten, keinesfalls ein Solostück.»

Hindemiths Meisterwerk für Kontrabass

Die Sonate von Paul Hindemith für Kontrabass und Klavier ist eines der Hauptwerke für Kontrabassistinnen und -bassisten. Hindemith stellt dem tiefen Register des Kontrabasses ein sehr hohes Register des Klaviers gegenüber. Dies hilft dem Bass, gehört zu werden, und trägt zum humoristischen Charakter (im 2. Satz) bei. 
Die Sonate entstand innerhalb von fünf Tagen Mitte August 1949, während eines Urlaubs der Hindemiths in New Mexico. Zurück in Connecticut ließ Hindemith sich bezüglich spezifischer Fragen der Notation und Spieltechnik vom Solobassisten des Boston Symphony Orchestra ausführlich beraten.  
Die Komposition versteht sich als ein Spiel, das im ständigen Hin und Her, Geben und Nehmen zwischen Klavier und Kontrabass, zwischen Heiterkeit und Innigkeit pendelt und mit einem einfachen, heiter lapidaren Lied endet. Dabei steht auch in dieser Sonate das kammermusikalische Musizieren im Vordergrund.

Teaser mit Josef Gilgenreiner und Matthias Gerstner

Die CD von Kontrabassist Josef Gilgenreiner und Pianist Matthis Gerstner erscheint im März 2022 bei Austrian Gramophone.
Den Teaser dazu kann man sich auf Youtube anschauen. Interessierte können sich natürlich bereits jetzt ein Exemplar reservieren lassen unter info@organza.ch

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